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Brauchtum

Eine Besonderheit des Rupertiwinkels im Brauchtum ist dasAperschnalzen Aperschnalzen. Das Aperschnalzen gehört zum Lärmbrauchtum, soll die Winterdämonen austreiben und die Frühlingsgeister wecken. Geschnalzt wird mit bis zu 4 Meter langen Peitschen vom 25. Dezember bis zum Faschingsdienstag. Jährlich treffen sich beim großen Rupertigau-Preisschnalzen ca. 150 Passen (Gruppen zu 9 Leuten).

Neujahr anschießen: Besonders in Berchtesgaden sind die Böllerschützen bekannt. Das neue Jahr wird mit Böllerschüssen begrüßt.

Pferderitte: Ritte sind Wallfahrten zu einem Heiligen, der Georgiritt in Traunsteinbei Tierkrankheiten hilft (Hl. Georg/ Hl. Leonhard). Im Rupertiwinkel finden jährlich mehrere Ritte statt. Die drei bekanntesten sind am Ostermontag der Georgiritt in Traunstein, am Pfingstmontag der Ritt in Holzhausen bei Teisendorf und im November der Leonhardiritt in St. Leonhard am Wonneberg.

St. Andreas: Orakelnacht für Mädchen; um Mitternacht sehen die Mädchen ihren zukünftigen Bräutigam im Traum oder als Spiegelbild auf einer Wasseroberfläche.

Anklöpfeln: Anklöpfeln gehört zum Heischebrauchtum. Heute gehen im Gegensatz zu früher nur noch Kinder von Haus zu Haus, singen Lieder oder sagen Verserl auf. Dafür bekommen sie Obst, Süßigkeiten und Nüsse. Gegangen wird nur am Donnerstag vor und am Donnerstag nach Nikolaus.

Nikolaus: Der Nikolaus kommt zu den Kindern, bringt ihnen Geschenke und erinnert sie an das Fehlverhalten des vergangenen Jahres. Im Rupertiwinkel kommt der Nikolaus nur am 5. Dezember, nicht wie in den Städten, wo er 2 bis 3 Tage die Kinder besucht. Früher war der Nikolaus das, was heute das Christkind ist. Eine Besonderheit kann man in Bischofswiesen beobachten, wo ein Nikoloweibi (ein als Frau verkleideter Mann) den Nikolaus begleitet.

Buttnmandllaufen: Diesen Brauch gibt es nur in Berchtesgaden und gehört zum Fruchtbarkeitsbrauchtum. Buttenmandl sind Trachtenzugin Stroh eingehüllte ledige Männer.

Weihnachten: In Berchtesgaden und im Rupertiwinkel gibt es den Brauch des Christkindlanschießen und das Turmblasen nach der Christmette.

Im Sommer veranstalten die Trachtenvereine Heimatabende, bei denen unverfälschtes Brauchtum wie echte Volksmusik, Schuhplattlereinlagen und Trachtentänze (Figurentänze) gezeigt werden.

  © 1999 - 2017 Rudolf Lapper, Andreas Jakibczuk, Thomas Enzinger & siehe Quellennachweis  ·  nach oben  ·  Druckversion